Prosumer eG

Aktuell: Strom an Mitglieder liefern können

Schon lange warten wir auf die Vermarktung von Grünstrom gem. Verordnungsermächtigung im EEG. Jetzt hat der Gesetzgeber die Vorbereitungen für ein StromMarktGesetz gestartet. Zuerst konten Stellung-nahmen zum Grünbuch abgegeben werden.

Jetzt sollen die Vorschläge in ein Weißbuch aufge-nommen werden. Dazu werden erneut Stellung-nahmen gesammelt. Auf der Basis dieser Vorarbeit soll dann im Herbst das StomMarktGesetz verab-schiedet werden. 

Unser Initiativkreis Recht auf Selbst-Versorgung hat sich als Aktionsgruppe PROSUMENTENGENOSSENSCHAFT mit einer Stellungnahme zum Grünbuch gemeldet. Teilweise sehr interessant sind die weiteren Stellungnahmen. Besonders die Stellungnahme von Thorsten Zoerner zum Hybridstrommarkt war eine spannende Ergänzung zu unserem Anliegen. Mehr darüber in der nachfolgenden PDF-Datei. Unser Ziel ist, dass zahlreiche Genpossenschaften mit einer Stellungnahme zum Weißbuch die direkte Lieferung von Strom an ihre Mitglieder und damit den Einstieg in einen lokalen/regionalen Strommarkt fordern.

PDF: Die EGM eG zum Grünbuch und zu den Stellungnahmen

August 2014: Die Aktion Prosumer eG

Energiewende ist UNSERE Sache. Energiewende soll weiterhin UNSERE Sache bleiben. Mit dem EEG ist die bürgerschaftliche Energiewende entstanden, mit dem EEG 2014 droht sie beendet zu werden. Weshalb kann hier die Prosumer eG helfen? Doch zunächst ein Blick auf die bisherige Entwicklung:

Der Begriff Energiewende wird seit 1980 in immer breiterer Form verwendet. Zunächst war er ein Thema für die Umweltbewegung und die Opposition. Bürger machten sich auf, Anlagen in Betrieb zu nehmen. Das Stromeinspeisegesetz vom 2. Oktober 1990 brachte geregelte Einspeisepreise ab dem 1.1.1991. Der regenerative Strom konnte ins Netz eingespeist werden und ersetzte anderweitig erzeugten Strom. Dies ging noch zu Lasten der Energieversorger. Das EEG aus dem Jahr 2000 brachte die bürgerschaftliche Stromerzeugung richtig in Schwung. Der Einspeisevorrang und die feste Vergütung über 20 Jahre brachte Kalkulationssicherheit, das Netz mit seiner hohen Leistung diente als „Speicher“ und die Kosten wurden auf die Letztverbraucher umgelegt.

Im Jahr 2002 fand eine Tagung des Bundesumweltministeriums statt mit dem Titel „Energiewende – Atomausstieg und Klimaschutz“. Mit der Abkehr von der Kernenergie in 2011 wurde die Energie­wende Allgemeingut (vgl. Wikipedia) und offizielle Politik.

Der Erfolg der bürgerschaftlichen Energiewende war stellenweise so groß, dass das „Netz als Speicher“ überfordert war. Man begann, am EEG „herumzudoktern“. Die Politik wollte die Erneuerbaren in den Markt integrieren. Der konzeptionelle Fehler dabei: Die Erneuerbaren können nicht in den Markt der teilweise sehr unflexiblen Großkraftwerke integriert werden. Langfristiger Erfolg kann nur erreicht werden, wenn ein Markt der Erneuerbaren aufgebaut wird, in den sich die fossilen Kraftwerke zu integrieren haben.

Dieser Markt der Erneuerbaren kann ergänzt durch die hochflexible dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung am besten dezentral organisiert werden. In dieser Richtung müssen die Weichen gestellt werden. Das zeigt ganz deutlich die Broschüre des Bundeswirtschaftsministeriums vom Mai 2014:
„Smart Energy made in Germany“, die unter www.e-energy.de abrufbar ist. Das EEG 2014 stürzt die bürgerschaftliche Stromerzeugung in einen schwarzen Tunnel – ein Tunnel, an dessen Ende ein schwaches Licht leuchtet: Die Verordnungsermächtigung zur Einführung eines „Systems zur Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien an Letztverbraucher“. Das Lichtchen am Ende des Tunnels wird immer stärker leuchten, je mehr Bürger ein solches System für sich einfordern.

Wir können lokale Strommärkte einfordern – aber wer soll diesen lokalen Markt organisieren? Wir können uns auch mit anderen zusammenschließen, eine Genossenschaft gründen, uns mit der Erzeugung von Strom beschäftigen und für die Mitglieder der Genossenschaft in Anspruch nehmen, dass wir uns den selbsterzeugten Strom auch zuliefern können. Eine Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft oder neudeutsch Prosumer eG, weil wir Produzenten (Producer) werden, die gemeinsam Strom erzeugen und weil wir Konsumenten (Consumer) sind, die wir mit unserem selbsterzeugten Strom beliefern. So kommen wir zu einer Prosumenten eG (Prosumer eG). Ich finde den Englischen Begriff ganz gut, sind doch die Forschungen auch gemacht worden, um eine EnergieTechnik für den Export zu entwickeln. Das Konzept Prosumer eG versetzt uns in die Situation, etwas „Quasi-Selbstverständliches“ für uns zu fordern: Die Selbstversorgung im Rahmen einer Genossenschaft. Das erhöht die Chancen. Unten finden Sie den Link zu einem Vortrag, der diese Chancen beschreibt. Und keine Angst: Wir werden nicht alleine bleiben, wenn es eine solche Regelung geben wird, die genügend lokale Wertschöpfung zulässt, werden sich mehrere Dienstleister anbieten, die solche lokalen Aktivitäten in den Strommarkt einbinden. Und so werden wir entscheiden können, ob wir eine Kraft-Wärme-Kopplung bauen werden oder lieber einen Speicher installieren oder eventuell nur Überschuß ins Netz einspeisen und bei Mangel Strom aus dem Netz beziehen.

"Initiativ-Kreis Recht auf Selbstversorgung" startet "Aktion Prosumer eG". Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des Klaus Novy Instituts www.kni.de

PDF zu dem PowerPointVortrag

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