Wir stellen uns vor

Die Gedea-EnergieMix GmbH hat mit ihrem Geschäftsführer Dieter Schäfer eine Vorgeschichte und ein Anliegen, das weit über das Tagesgeschäft hinausgeht. Es geht um die sparsame Energienutzung und es geht um die Nutzung der lokal verfügbaren – von der Sonne gespeisten – Energiequellen und das schon seit den Ölkrisen in den 70er-Jahren und es geht um dezentrale Strukturen, in denen die Bürger ihre Energiezukunft zum eigenen Vorteil verantwortlich gestalten können. Im Folgenden eine Darstellung zum Werdegang - eine unvollständige Aufzählung von beispielhaften Schritten - keine ausführliche Chronik:

  • Späte 70er-Jahre: Als junger Physiklehrer in Schw. Hall besucht Dieter Schäfer Lehrerfortbildungen auf der nahegelegenen Akademie Comburg: Kraft-Wärme-Kopplung, Pyrolyse, Holzverstromung. Es reifte die Überzeugung: Dezentrale Technik statt dem Energieversorgung genannten „Energieverschwendungs­system“.
  • 1980: Als Sonderdruck des Podium erscheint in Murrhardt das „Energie-Podium“ als Sammelband der bislang erschienenen Artikel (alle noch handschriftlich abgefasst). Über dieses Energie-Podium kommt Dieter Schäfer in den Vorstand der neugegründeten Gesellschaft für dezentralisierte Energiewirtschaft e.V. und lernt dort Ulrich Jochimsen kennen, der 1978 die Studie „DIE ENERGIEBOX“ veröffentlicht hatte.
  • 1983: Erstes gemeinsames Arbeitsergebnis mit Ulrich Jochimsen: Die Zusammenstellung der Dokumentation „Monopolangriff auf Flensburg“. Damals noch mit Kopierer, Schere und Klebstoff. Zusammen mit Ulrich Jochimsen wird ein „Institut ENERGIE DEZENTRAL“ eingerichtet und ein „Arbeitskreis Freie Energiestadt“.
  • 1984: Der Stadt Rottweil wird im Mai der Titel „Freie Energiestadt Rottweil“ verliehen. Rottweil hat durch mehrere Blockheizkraftwerke und weitreichende Konzepte auf sich aufmerksam gemacht.
  • 1987: In Rottweil findet unter Teilnahme der „Schönauer Energie-Initiativen“ unser Energiepoliti­scher Dreikönigstag statt: „Rottweil muss Freie Energiestadt bleiben“.
  • 1988: Die „Pionier-Windmühle Auenberg GbR“ gründet, die über 100 Gesellschafter mobilisierte und 1990 - noch vor der Verabschiedung des Stromeinspeisegesetzes - die erste größere bürgerschaftlich finanzierte Windkraftanlage in Süddeutschland errichtet.
  • 1990: In Schönau im Schwarzwald findet am 2. Oktober 1990 im Kreis von 31 Gesellschaftern die Gründung der „GEDEA Gesellschaft für dezentrale Energieanlagen mbH“ statt, gefolgt von der Gründung der „Netzkauf Schönau GbR“, bei der die GEDEA die Geschäftsführung übernimmt.
  • 1991: In Wutöschingen erfolgt die Gründung der ersten Kommanditgesellschaft der Gedea zum Betrieb von zwei Wasserkraftanlagen an der Wutach.
  • 1993: Das Jahr steht für die Gründung der Gründung der GEDEA Gesellschaft für dezentrale Energieanlagen mbH & Co NOVATECH-Biogasanlagen KG und der GEDEA Gesellschaft für dezentrale Energieanlagen mbH & Co Betriebs- und Beteiligungs-KG, die sich mit der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) beschäftigten, eine im Bereich Biogas, die andere mit Erdgas. Hier mussten wir neben unseren Erfolgen in der Durchsetzung auch Rückschläge hinnehmen und die negativen Erfahrungen machen, die ein Pionier-Markt bereithält.
  • 1996: Wir sind stolz auf unseren EnergieMix mit Wasserkraft, Biogasstrom und fossilem KWK-Strom und sprechen vom Gedea-EnergieMix. Wir errechnen erstmals den Persönlichen EnergieMix für unsere Geldgeber. In Schönau konzentriert man sich auf den Netzkauf und in der Gedea gibt es die o.g. Probleme. In einer Tagung im Stuttgart stellen wir fest: „Die Gedea wird gebraucht“ und ziehen um nach Murrhardt.
  • 1997: In Ingelheim wird die GEDEA Gesellschaft für dezentrale Energieanlagen mbH & Co Windkraftanlagen Ingelheimer Wald / Kandrich KG gegründet, die zum Flaggschiff der Gedea werden sollte, zu dem Bürger-Windpark. In Vöhrenbach wird die GEDEA Gesellschaft für dezentrale Energieanlagen mbH & Co Wasserkraftwerk Linach KG gegründet, die zum Wasserkraft-Flaggschiff und Bürger-Wasserkraftwerk der Gedea wurde.
  • 1998: Die sich ausweitenden Aufgaben, der Wunsch nach Konzentration der Verwaltung, die Unabhängigkeit von den Betreiber-GmbHs und der wachsende Gedea-EnergieMix führen zur Gründung der Gedea-EnergieMix GmbH in Murrhardt. Es wird gleich die Gründung der Gedea-EnergieMix GmbH & Co Beteiligungs-KG angeschlossen, um für Interessenten eine Möglichkeit zu schaffen, sich am gesamten Gedea-EnergieMix und an allen Gedea-Betreiber-Gesellschaften zu beteiligen.
  • 1999: Auf dem Kandrich im Hunsrück wird die erste große Windkraftanlage aufgestellt.
  • 2000: In diesem Jahr kommt die Windkraft stärker zum Zug mit der Aufstellung der Bürger-Windkraftanlage auf dem Grünen Heiner in Stuttgart und der zweiten Anlage auf dem Kandrich im Hunsrück.
  • 2003: In Ingelheim wird die GEDEA-Ingelheim GmbH gegründet. Diese Gründung war schon in der Präambel zum Pachtvertrag 1996 zugesagt, sobald es die wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. Geschäftsführer sind Dieter Schäfer und Wilfried Haas, der später die Geschäftsführung alleine übernahm. Die „Wartezeiten“ auf die Weiterentwicklung der Windkraft auf dem Kandrich wurde für den Aufbau verschiedener SolarStrom-KGs genutzt und in den Folgejahren z. B. der Bürger-Solarpark Sprendlingen realisiert.
  • 2005: Die Gedea erliegt den Verlockungen der „SUNMACHINE“ und gründet mit verschiedenen Interessenten und Handwerksbetrieben die GEDEA Gesellschaft für dezentrale Energieanlagen mbH & Co Holz-BHKW Vertriebs-KG. Stromerzeugung aus Holz in Kraft-Wärme-Kopplung, ein uraltes Thema, eine Riesen-Herausforderung. Der lang erwartete Stirling-Motor endlich in der Praxis. Leider hat Sunmachine statt solide zu entwickeln zu schnell zu viel produziert und ging 2010 in die Insolvenz, weil ein Geldgeber in Aussicht gestellte Mittel nicht mehr einbrachte. Die Aufbauarbeit hat auch über lange Zeit viel Kraft bei der Gedea gebunden. Wir hoffen auf den Erfolg der Sachsen-Stirling, die die Rechte übernommen hat.
  • 2008: Am Sitz der Gedea in Murrhardt wird seitens der Stadt die Entwicklung des Konzepts „Murrhardt regenerativ“ abgeschlossen. Die Gedea bekommt per einstimmigem Beschluss im Gemeinderat den Auftrag zur Nutzung der Dachflächen der Stadt mit den Ziel des Aufbaus einer Betreibergesellschaft zur bürgerschaftlichen Finanzierung von Projekten zur Nutzung der regenerativen Energie. Mit Hilfe der GEDEA-Ingelheim wird umgehend die erste Anlage auf dem Dach der Stadtwerke errichtet. Im Jahr darauf erfolgte als erster Schritt die Gründung der Gedea SolarAreal Murrhardt GmbH & Co KG in Murrhardt.
  • 2011: Wie können sich alle Bürger an einer sinnvollen Investition mit einem kleinen Betrag beteiligen? Was ist sinnvoll? Das Stromnetz! Was kostet es? Zwischen rd. 250 bis rd. 500 € pro Einwohner. Da kann mit einer Beteiligung von 100 € das Eigenkapital für die Investition gestemmt werden, wenn alle Bürger mitmachen. Wer kann das? Nur eine Genossenschaft! Auf dieser Grundlage wurde von der Gedea-EnergieMix GmbH 2009 das Konzept einer Dienstleistungsgenossenschaft entwickelt zur Weiterentwicklung der Infrastruktur im Energiebereich. Die Gründung der EnergieGenossenschaft Murrhardt (EGM) eG i.G. erfolgt 2011 im Rahmen einer Veranstaltung der Volkshochschule Murrhardt – Abteilung Bürgerschaftliches Engagement. Vorstände wurden Eckhard Steinat, Weissach im Tal und Dieter Schäfer, Murrhardt.
  • 2012: Nachdem die EGM in 2011 ein vielfältiges Informationsprogramm organisiert hat und mit dem Film „Die 4. Revolution“ nicht nur inhaltlich sondern auch innerlich bewegen wollte, wird für die weitere Mobilisierung der Menschen die Aktion „ENERGIEWENDE ist UNSERE Sache“ in Gang gebracht und in Murrhardt als Pilot-Aktion umgesetzt. Es geht darum, das Selbstbewußtsein zu wecken für eine Energiewende vor Ort in Händen der Bürger. Das Jahr endet mit der ernüchternden Botschaft der Stadt Murrhardt: Das Stromnetz von Murrhardt wird von der Stadt zusammen mit einem Partner übernommen, die EGM ist nicht dabei. „Die EGM wird gebraucht für die Stromerzeugung“, lautete der Tenor seitens der Stadt.
  • 2013: Für den Einstieg in die Erzeugung bot sich die in Baden-Württemberg wiedererwachte Windkraft an. Die konkrete Arbeit für den Windstandort Springstein, laut Wind-Atlas der beste Standort in Murrhardt, wurde seitens der Gedea aufgenommen. Die EGM hat in ihrer Generalversammlungen beschlossen, die Windkraftnutzung anzupacken und einen Stromvertrieb unter der Marke "Schtrom" aufzubauen. Die EGM sollte zur Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft weiterentwickelt werden. Zum Jahresende gab der Koalitionsvertrag der großen Koalition Anlass zu einem Offenen Brief an den Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Die These war, dass vor einer radikalen Änderung des EEG eine Zieldiskussion zu führen sei, in die die Bürger als bisherige Träger der Energiewende einzubinden seien.
  • 2014: Der Offene Brief führte zu einer Aktion „Recht auf Selbstversorgung“ der EGM eG, die im April 2014 eine Veranstaltung in Murrhardt mit den beiden Bundestagsabgeordneten durchführte und dazu ein „Kleines Leseheft zum Recht auf Selbstversorgung“ erstellte (siehe unter www.kni.de). Konnten alle die Leute, die gegen diese Neufassung des EEG mobil gemacht haben etwas bewirken? Wer weiß? Immerhin haben 14 Abgeordnete aus dem Regierungslager dagegen gestimmt und der Ausschuß für Wirtschaft und Energie des Bundestages hat für etwas Licht am Ende des dunklen Tunnels gesorgt: Durch eine Verordnungsermächtigung zur Einführung eines „Systems zur Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien an Letztverbraucher“. Die Gedea-EnergieMix GmbH setzt an dieser Stelle auf die Bürger und setzt sich dafür ein, dass genügend „Nachfrage“ produziert wird für ein System, in dem lokal von Bürgern erzeugter Strom über das „öffentliche Stromnetz“ den Bürgern als Letztverbraucher direkt zugeliefert werden kann. Im engeren Sinne wäre das eine Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft, die Stromerzeugungsanlagen baut und ihre Mitglieder beliefert (Prosumer eG), im weiteren Sinne wären das lokale oder regionale Strommärkte.

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